Bochum, den 16.12.2009
Offener Brief an das Rektorat
Ich war persönlich anwesend am Montag, dem 14.12.2009 in Raum 119, bei der Podiumsdiskussion, zu der das Offene Protestkomitee das Rektorat eingeladen hatte.
Ich habe mit hoher Erwartung und großem Interesse die Diskussion zwischen Studieren, Rektoratsmitgliedern und Professoren verfolgt. Unter anderem wurde von verschiedenen Rektoratsmitgliedern der eindringliche Wunsch an die Studierenden geäußert, ja geradezu aufgefordert sich mit dem Rektorat in Verbindung zu setzen, einen Dialog zu führen, sich ganz allgemein mit dem Rektorat in Verbindung zu setzen.
Dieser „Offene Brief“ ist unter diesem Eindruck geschrieben worden, und ich möchte dem Rektorat einen Eindruck davon vermitteln, was ich persönlich davon denke und wie ich die Veranstaltung am Montag, dem 14.12.2009 empfunden habe.
Zunächst möchte ich herausstellen, wie beeindruckt ich davon bin, dass das Rektorat vollzählig erschienen und sich den Fragen und Meinungen der Studierenden gestellt hat, von denen zwar sicherlich manche im Offenen Protestkomitee engagiert oder den Aktionen eher positiv gegenüberstehen, dies aber durchaus nicht für alle anwesenden Studierenden zutrifft, wie es die Diskussion auch gezeigt hat.
Mir sind verschiedene Merkwürdigkeiten seitens des Rektorats aufgefallen, von denen ich hier einige kommentieren werde, in der Hoffnung, das diese Kommentierung als konstruktive Kritik aufgenommen wird, wie dies in einer Demokratie als selbstverständlich gelten sollte, und zwar und vor allem auch öffentlich.
Dies scheint aber nicht die Meinung von Teilen des Rektorats zu sein, was ich als sehr befremdlich empfinde, so äußerte sich ein Rektoratsmitglied sinngemäß, wir als Studierende sollten Kritik eher intern äußern und diese nicht für die Öffentlichkeit sichtbar machen, da wir uns damit wohl selbst schädigen würden in Bezug auf unsere späteren Arbeitsmöglichkeiten. Später im Beruf könne man sich ja immer noch engagieren in der Gewerkschaft, Politik und ähnlichem mehr.
Ich gestehe, dass mich diese Äußerung sprachlos machte und ich mich bei der Diskussion nicht zu Wort meldete, um diese Meinung eines Rektoratsmitglieds einer evangelischen Fachhochschule zu kommentieren, auch aus Gründen, auf die ich noch weiter unten eingehen werde.
Dafür tue ich dies jetzt nun, nachdem ich meine Sprachlosigkeit überwunden und sich mein hoch erregter Gemütszustand abgekühlt hat.
Wenn ich diese Meinung des Rektoratsmitgliedes richtig verstanden habe, bedeutet das in letzter Konsequenz, Probleme, Kritik und Schwierigkeiten, die sich nicht nur, aber auch aus der Politik des Rektorats ergeben, nicht der Öffentlichkeit zukommen zu lassen, da dies ja dann für die Studierenden zum Nachteil gereicht bei der Suche nach einem Arbeitsplatz.
Was das Rektoratsmitglied nicht gesagt hat, meiner Meinung nach aber jedem völlig klar ist, das diese Veröffentlichung eventuell auch Nachteile für die Evangelische Fachhochschule bzw. deren momentane Leitung ergeben könnte, ein aus meiner Sicht viel wichtigerer Punkt als die meiner Meinung nach eher als abstrakt einzuschätzende negative Wirkung bezüglich der beruflichen Möglichkeiten.
Ich vertrete vielmehr die These, dass die Öffentlichkeit, die diese evangelische Fachhochschule zum überwiegenden Teil über Mittel des Landes finanziert, nicht nur ein Interesse, sondern sogar ein vitales Recht darauf hat, von den Problemen, der Kritik und den Schwierigkeiten, die sich als Konsequenz der politisch Verantwortlichen ergeben, zu erfahren und diese zu bewerten. Verantwortliche, zu denen ich nicht nur, aber auch das Rektorat der evangelischen Fachhochschule zähle.
Dies scheint offenbar nicht die Ansicht dieses Rektoratsmitglieds zu sein.
Die Tatsache, das kein anderes Mitglied des meines Wissens nach vollzählig anwesenden Rektorats diese Ansicht kommentiert oder vielmehr korrigiert hat, deutet meiner Meinung nach darauf hin das diese Ansicht von den anderen Rektoratsmitgliedern ebenfalls vertreten wird.
Diesen Umstand bedauere ich außerordentlich, ich denke dass gerade die Leitung einer evangelischen Fachhochschule sich der Tatsache bewusst sein sollte, dass intern geäußerte Kritik weniger zu Veränderungen führt als öffentlich gemachte Kritik.
Ich irre mich vielleicht dabei, aber kommt der Begriff „Protestant“ nicht von „protestieren“?
Was die weitere Äußerung des Rektoratsmitglieds angeht, man könne sich sinngemäß später immer noch in Gewerkschaften, Politik und ähnlichem engagieren, braucht denke ich von mir nicht weiter kommentiert zu werden, es spricht für sich selbst.
Auch zu dieser Äußerung gab es keinen Kommentar der anwesenden Rektoratsmitgliedern.
Diese Äußerung war mit der größte „Hammer“, wenn ich dies etwas weniger elegant formulieren darf, wenn auch leider beileibe der einzige.
So wurde ein Student vom Rektorat im Laufe eines kurzen Disputs über einen religiösen Vergleich mit Vornamen angesprochen, und dies auch noch in großväterlicher Art und Weise wie ich fand, dieser Umstand zeugt meiner Meinung nach von geringem Respekt gegenüber dem Studenten oder vielleicht auch den Studierenden allgemein gegenüber, egal wie sehr man auch mit dem Studenten und seinen Ansichten vertraut sein mag.
Mir käme es nie in den Sinn, beispielsweise den Rektor meiner Hochschule, Prof. Dr. Gerhard K. Schäfer, mit Vornamen anzusprechen. Vor allem nicht im Rahmen einer öffentlichen Podiumsdiskussion, für mich sind dies elementare Höflichkeitsregeln, was auch immer man von dem Gegenüber halten mag, Regeln zu denen sich jeder verpflichtet fühlt, der ein konstruktives Gespräch führen möchte.
Ein weiterer Punkt, der mir besonders auffiel, war der Ton und die Art, mit der ein Rektoratsmitglied auf eine mehr pauschale, kritische Äußerung eines Studenten reagierte.
Es wurde sich mit donnernden und vor allem lautem Pathos eine pauschale Kritik verbeten, mit einer aggressiven, drohend vornüber gebeugten Körperhaltung, mit einer aufgeregten, hitzigen Stimme.
Mir ging in diesem Augenblick der Gedanke durch den Kopf, „Wie ein Vater, der seinem kleinen Kind eine Strafpredigt hält“, wie unpassend dieser Vergleich auch sein mag.
Ein anderer Umstand, der mir ebenfalls besonders auffiel, war die Geringschätzung eines Rektoratsmitglied, die nicht durch aggressive oder unpassende Äußerungen offensichtlich wurde, sondern vielmehr durch die sinngemäß immerwährende Betonung und Verweis auf die langjährige Erfahrung, die das Rektoratsmitglied gesammelt habe.
Dies mit der Begründung, die Studierenden sollten nicht annehmen, es gebe keinen Nachbesserungsbedarf, das sei dem Rektorat völlig klar, die Kritik und Anteilnahme der Studierenden werde auch ausdrücklich begrüßt, aber wo war die Anteilnahme und Beteiligung der Studierenden zu Beginn der Einführung von Bachelor und Master, als vielfältige Möglichkeiten geschaffen wurden und sich um eine Mitarbeit der Studierenden intensiv bemüht wurde?
Wie intensiv sich das Rektorat in der damaligen Zeit bemüht hat kann ich nicht abschätzen, da ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht immatrikuliert und auch nicht in Bochum gelebt habe.
Ich stimme dem Rektorat aber zu, eine höhere Beteiligung der Studierenden wäre schon zum damaligen Zeitpunkt notwendig gewesen.
Weswegen sich die Studierenden zum damaligen Zeitpunkt so wenig in den Gestaltungsprozess einbrachten, darüber kann ich nur spekulieren, eine denkbarer Grund ist vielleicht die Tatsache, das wohl nur wenige Studierende, die zum damaligen Zeitpunkt an der Evangelischen Fachhochschule studierten, von den Veränderungen des Hochschulsystems hin zu Bachelor und Master betroffen sind.
Ein weiterer denkbarer Grund ist die möglicherweise schon damals vorherrschende Diskussionskultur, deren Zeuge ich am Montag, dem 14.12.2009 und auch schon zu anderen Zeiten wurde, aber darüber kann ich nur spekulieren, da ich damals noch nicht hier studierte.
Dies sind die Punkte, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind von der öffentlichen Podiumsdiskussion vom 14.12.2009, zu der das Offene Protestkomitee der evangelischen Fachhochschule Bochum das Rektorat selbiger Hochschule eingeladen hatte, und der ich mit großem Interesse entgegensah, als ich das erste mal davon hörte.
Ich muss ehrlich zugeben, dass viele meiner Erwartungen enttäuscht wurden, ich hatte nicht erwartet das sich für alle angesprochenen Punkte, die das Offene Protestkomitee zur Diskussion stellte, direkt an diesem Tage eine Lösung finden werde.
Der Probleme sind zu viele, als dass man sie ohne Schwierigkeiten lösen könnte, auch sind etliche Probleme struktureller Natur, von der das Rektorat zu recht zu während der Diskussion zu bedenken gab, dies läge in der Verantwortung der Landespolitik und der verantwortlichen Gremien der evangelischen Fachhochschule.
Besonders positiv fand ich auch die angesprochene Praxis der Vergabe von Masterplätzen,
bei der offenbar überhaupt nicht auf das meiner Ansicht nach unselige ECTS-Bewertungsschema eingegangen wird, ein Umstand der mich wirklich überrascht hat.
Dennoch, der Gesamteindruck zeigte mir deutlich, wie es sichtlich schwer es Teilen oder vielleicht sogar allen Rektoratsmitgliedern fällt, mit sachlicher, konstruktiver, pauschaler und mehr provozierender Kritik umzugehen, in dieser Hinsicht wurden meine Erwartungen an die Professionalität und Kritikfähigkeit des Rektorats schwer enttäuscht.
Ein Eindruck, der wohl zum Teil die geringe studentische Beteiligung erklären mag, die das Rektorat zu Recht immer wieder beklagt und die ich ebenfalls mit Besorgnis sehe.
Ich bin mir aber sicher, das eine solche Diskussionskultur, wie sie durch das paraverbale, nonverbale und verbale Verhalten der Rektoratsmitglieder offenbar wurde, wohl nur wenige Studierende verlockt, sich auf Gesprächsangebote, Diskussionsrunden, Informationsveranstaltungen oder ähnliche Angebote des Rektorat einzulassen und sich daran zu beteiligen.
Damit bin ich am Ende meines Offenen Briefes angekommen.
Ich hege die Hoffnung, dass sie, sehr verehrte Rektoratsmitglieder, meine hier geäußerten Meinungen nicht als Fundamentalkritik oder persönlichen Angriff auffassen, womit man sich nicht weiter zu beschäftigen hat.
Vielmehr würde ich es begrüßen, wenn sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit den von mir angesprochen Punkten befassen und sie als konstruktive Kritik und Beteiligung eines Studierenden der evangelischen Fachhochschule begreifen, eine Beteiligung die sie, sehr verehrtes Rektorat, immer wieder begrüßen und zu der sie uns Studierende auch immer wieder auffordern, völlig zu Recht wie ich finde. Sicherlich bin ich nicht der erste Student, der ihnen einen Offenen Brief schickt, ebenso wie dies nicht der letzte sein wird.
Im Sinne der von mir vertreten Auffassung vom vitalen Interesse der Öffentlichkeit werde ich diesen Offen Brief an das Offene Protestkomitee der evangelischen Fachhochschule Bochum sowie an das Protestkomitee der Ruhr-Universität Bochum senden, in der Überzeugung, dass die dort engagierten Studentinnen und Studenten verantwortungsvoll hiermit umzugehen wissen.
Mit freundlichen Grüßen
David Werner
Student der Sozialen Arbeit, 2. Fachsemester (BA)
Bochum, den 16.12.2009
Offener Brief an das Rektorat
Ich war persönlich anwesend am Montag, dem 14.12.2009 in Raum 119, bei der Podiumsdiskussion, zu der das Offene Protestkomitee das Rektorat eingeladen hatte.
Ich habe mit hoher Erwartung und großem Interesse die Diskussion zwischen Studieren, Rektoratsmitgliedern und Professoren verfolgt. Unter anderem wurde von verschiedenen Rektoratsmitgliedern der eindringliche Wunsch an die Studierenden geäußert, ja geradezu aufgefordert sich mit dem Rektorat in Verbindung zu setzen, einen Dialog zu führen, sich ganz allgemein mit dem Rektorat in Verbindung zu setzen.
Dieser „Offene Brief“ ist unter diesem Eindruck geschrieben worden, und ich möchte dem Rektorat einen Eindruck davon vermitteln, was ich persönlich davon denke und wie ich die Veranstaltung am Montag, dem 14.12.2009 empfunden habe.
Zunächst möchte ich herausstellen, wie beeindruckt ich davon bin, dass das Rektorat vollzählig erschienen und sich den Fragen und Meinungen der Studierenden gestellt hat, von denen zwar sicherlich manche im Offenen Protestkomitee engagiert oder den Aktionen eher positiv gegenüberstehen, dies aber durchaus nicht für alle anwesenden Studierenden zutrifft, wie es die Diskussion auch gezeigt hat.
Mir sind verschiedene Merkwürdigkeiten seitens des Rektorats aufgefallen, von denen ich hier einige kommentieren werde, in der Hoffnung, das diese Kommentierung als konstruktive Kritik aufgenommen wird, wie dies in einer Demokratie als selbstverständlich gelten sollte, und zwar und vor allem auch öffentlich.
Dies scheint aber nicht die Meinung von Teilen des Rektorats zu sein, was ich als sehr befremdlich empfinde, so äußerte sich ein Rektoratsmitglied sinngemäß, wir als Studierende sollten Kritik eher intern äußern und diese nicht für die Öffentlichkeit sichtbar machen, da wir uns damit wohl selbst schädigen würden in Bezug auf unsere späteren Arbeitsmöglichkeiten. Später im Beruf könne man sich ja immer noch engagieren in der Gewerkschaft, Politik und ähnlichem mehr.
Ich gestehe, dass mich diese Äußerung sprachlos machte und ich mich bei der Diskussion nicht zu Wort meldete, um diese Meinung eines Rektoratsmitglieds einer evangelischen Fachhochschule zu kommentieren, auch aus Gründen, auf die ich noch weiter unten eingehen werde.
Dafür tue ich dies jetzt nun, nachdem ich meine Sprachlosigkeit überwunden und sich mein hoch erregter Gemütszustand abgekühlt hat.
Wenn ich diese Meinung des Rektoratsmitgliedes richtig verstanden habe, bedeutet das in letzter Konsequenz, Probleme, Kritik und Schwierigkeiten, die sich nicht nur, aber auch aus der Politik des Rektorats ergeben, nicht der Öffentlichkeit zukommen zu lassen, da dies ja dann für die Studierenden zum Nachteil gereicht bei der Suche nach einem Arbeitsplatz.
Was das Rektoratsmitglied nicht gesagt hat, meiner Meinung nach aber jedem völlig klar ist, das diese Veröffentlichung eventuell auch Nachteile für die Evangelische Fachhochschule bzw. deren momentane Leitung ergeben könnte, ein aus meiner Sicht viel wichtigerer Punkt als die meiner Meinung nach eher als abstrakt einzuschätzende negative Wirkung bezüglich der beruflichen Möglichkeiten.
Ich vertrete vielmehr die These, dass die Öffentlichkeit, die diese evangelische Fachhochschule zum überwiegenden Teil über Mittel des Landes finanziert, nicht nur ein Interesse, sondern sogar ein vitales Recht darauf hat, von den Problemen, der Kritik und den Schwierigkeiten, die sich als Konsequenz der politisch Verantwortlichen ergeben, zu erfahren und diese zu bewerten. Verantwortliche, zu denen ich nicht nur, aber auch das Rektorat der evangelischen Fachhochschule zähle.
Dies scheint offenbar nicht die Ansicht dieses Rektoratsmitglieds zu sein.
Die Tatsache, das kein anderes Mitglied des meines Wissens nach vollzählig anwesenden Rektorats diese Ansicht kommentiert oder vielmehr korrigiert hat, deutet meiner Meinung nach darauf hin das diese Ansicht von den anderen Rektoratsmitgliedern ebenfalls vertreten wird.
Diesen Umstand bedauere ich außerordentlich, ich denke dass gerade die Leitung einer evangelischen Fachhochschule sich der Tatsache bewusst sein sollte, dass intern geäußerte Kritik weniger zu Veränderungen führt als öffentlich gemachte Kritik.
Ich irre mich vielleicht dabei, aber kommt der Begriff „Protestant“ nicht von „protestieren“?
Was die weitere Äußerung des Rektoratsmitglieds angeht, man könne sich sinngemäß später immer noch in Gewerkschaften, Politik und ähnlichem engagieren, braucht denke ich von mir nicht weiter kommentiert zu werden, es spricht für sich selbst.
Auch zu dieser Äußerung gab es keinen Kommentar der anwesenden Rektoratsmitgliedern.
Diese Äußerung war mit der größte „Hammer“, wenn ich dies etwas weniger elegant formulieren darf, wenn auch leider beileibe der einzige.
So wurde ein Student vom Rektorat im Laufe eines kurzen Disputs über einen religiösen Vergleich mit Vornamen angesprochen, und dies auch noch in großväterlicher Art und Weise wie ich fand, dieser Umstand zeugt meiner Meinung nach von geringem Respekt gegenüber dem Studenten oder vielleicht auch den Studierenden allgemein gegenüber, egal wie sehr man auch mit dem Studenten und seinen Ansichten vertraut sein mag.
Mir käme es nie in den Sinn, beispielsweise den Rektor meiner Hochschule, Prof. Dr. Gerhard K. Schäfer, mit Vornamen anzusprechen. Vor allem nicht im Rahmen einer öffentlichen Podiumsdiskussion, für mich sind dies elementare Höflichkeitsregeln, was auch immer man von dem Gegenüber halten mag, Regeln zu denen sich jeder verpflichtet fühlt, der ein konstruktives Gespräch führen möchte.
Ein weiterer Punkt, der mir besonders auffiel, war der Ton und die Art, mit der ein Rektoratsmitglied auf eine mehr pauschale, kritische Äußerung eines Studenten reagierte.
Es wurde sich mit donnernden und vor allem lautem Pathos eine pauschale Kritik verbeten, mit einer aggressiven, drohend vornüber gebeugten Körperhaltung, mit einer aufgeregten, hitzigen Stimme.
Mir ging in diesem Augenblick der Gedanke durch den Kopf, „Wie ein Vater, der seinem kleinen Kind eine Strafpredigt hält“, wie unpassend dieser Vergleich auch sein mag.
Ein anderer Umstand, der mir ebenfalls besonders auffiel, war die Geringschätzung eines Rektoratsmitglied, die nicht durch aggressive oder unpassende Äußerungen offensichtlich wurde, sondern vielmehr durch die sinngemäß immerwährende Betonung und Verweis auf die langjährige Erfahrung, die das Rektoratsmitglied gesammelt habe.
Dies mit der Begründung, die Studierenden sollten nicht annehmen, es gebe keinen Nachbesserungsbedarf, das sei dem Rektorat völlig klar, die Kritik und Anteilnahme der Studierenden werde auch ausdrücklich begrüßt, aber wo war die Anteilnahme und Beteiligung der Studierenden zu Beginn der Einführung von Bachelor und Master, als vielfältige Möglichkeiten geschaffen wurden und sich um eine Mitarbeit der Studierenden intensiv bemüht wurde?
Wie intensiv sich das Rektorat in der damaligen Zeit bemüht hat kann ich nicht abschätzen, da ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht immatrikuliert und auch nicht in Bochum gelebt habe.
Ich stimme dem Rektorat aber zu, eine höhere Beteiligung der Studierenden wäre schon zum damaligen Zeitpunkt notwendig gewesen.
Weswegen sich die Studierenden zum damaligen Zeitpunkt so wenig in den Gestaltungsprozess einbrachten, darüber kann ich nur spekulieren, eine denkbarer Grund ist vielleicht die Tatsache, das wohl nur wenige Studierende, die zum damaligen Zeitpunkt an der Evangelischen Fachhochschule studierten, von den Veränderungen des Hochschulsystems hin zu Bachelor und Master betroffen sind.
Ein weiterer denkbarer Grund ist die möglicherweise schon damals vorherrschende Diskussionskultur, deren Zeuge ich am Montag, dem 14.12.2009 und auch schon zu anderen Zeiten wurde, aber darüber kann ich nur spekulieren, da ich damals noch nicht hier studierte.
Dies sind die Punkte, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind von der öffentlichen Podiumsdiskussion vom 14.12.2009, zu der das Offene Protestkomitee der evangelischen Fachhochschule Bochum das Rektorat selbiger Hochschule eingeladen hatte, und der ich mit großem Interesse entgegensah, als ich das erste mal davon hörte.
Ich muss ehrlich zugeben, dass viele meiner Erwartungen enttäuscht wurden, ich hatte nicht erwartet das sich für alle angesprochenen Punkte, die das Offene Protestkomitee zur Diskussion stellte, direkt an diesem Tage eine Lösung finden werde.
Der Probleme sind zu viele, als dass man sie ohne Schwierigkeiten lösen könnte, auch sind etliche Probleme struktureller Natur, von der das Rektorat zu recht zu während der Diskussion zu bedenken gab, dies läge in der Verantwortung der Landespolitik und der verantwortlichen Gremien der evangelischen Fachhochschule.
Besonders positiv fand ich auch die angesprochene Praxis der Vergabe von Masterplätzen,
bei der offenbar überhaupt nicht auf das meiner Ansicht nach unselige ECTS-Bewertungsschema eingegangen wird, ein Umstand der mich wirklich überrascht hat.
Dennoch, der Gesamteindruck zeigte mir deutlich, wie es sichtlich schwer es Teilen oder vielleicht sogar allen Rektoratsmitgliedern fällt, mit sachlicher, konstruktiver, pauschaler und mehr provozierender Kritik umzugehen, in dieser Hinsicht wurden meine Erwartungen an die Professionalität und Kritikfähigkeit des Rektorats schwer enttäuscht.
Ein Eindruck, der wohl zum Teil die geringe studentische Beteiligung erklären mag, die das Rektorat zu Recht immer wieder beklagt und die ich ebenfalls mit Besorgnis sehe.
Ich bin mir aber sicher, das eine solche Diskussionskultur, wie sie durch das paraverbale, nonverbale und verbale Verhalten der Rektoratsmitglieder offenbar wurde, wohl nur wenige Studierende verlockt, sich auf Gesprächsangebote, Diskussionsrunden, Informationsveranstaltungen oder ähnliche Angebote des Rektorat einzulassen und sich daran zu beteiligen.
Damit bin ich am Ende meines Offenen Briefes angekommen.
Ich hege die Hoffnung, dass sie, sehr verehrte Rektoratsmitglieder, meine hier geäußerten Meinungen nicht als Fundamentalkritik oder persönlichen Angriff auffassen, womit man sich nicht weiter zu beschäftigen hat.
Vielmehr würde ich es begrüßen, wenn sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit den von mir angesprochen Punkten befassen und sie als konstruktive Kritik und Beteiligung eines Studierenden der evangelischen Fachhochschule begreifen, eine Beteiligung die sie, sehr verehrtes Rektorat, immer wieder begrüßen und zu der sie uns Studierende auch immer wieder auffordern, völlig zu Recht wie ich finde. Sicherlich bin ich nicht der erste Student, der ihnen einen Offenen Brief schickt, ebenso wie dies nicht der letzte sein wird.
Im Sinne der von mir vertreten Auffassung vom vitalen Interesse der Öffentlichkeit werde ich diesen Offen Brief an das Offene Protestkomitee der evangelischen Fachhochschule Bochum sowie an das Protestkomitee der Ruhr-Universität Bochum senden, in der Überzeugung, dass die dort engagierten Studentinnen und Studenten verantwortungsvoll hiermit umzugehen wissen.
Mit freundlichen Grüßen
David Werner
Student der Sozialen Arbeit, 2. Fachsemester (BA)
Bochum, den 16.12.2009
Offener Brief an das Rektorat
Ich war persönlich anwesend am Montag, dem 14.12.2009 in Raum 119, bei der Podiumsdiskussion, zu der das Offene Protestkomitee das Rektorat eingeladen hatte.
Ich habe mit hoher Erwartung und großem Interesse die Diskussion zwischen Studieren, Rektoratsmitgliedern und Professoren verfolgt. Unter anderem wurde von verschiedenen Rektoratsmitgliedern der eindringliche Wunsch an die Studierenden geäußert, ja geradezu aufgefordert sich mit dem Rektorat in Verbindung zu setzen, einen Dialog zu führen, sich ganz allgemein mit dem Rektorat in Verbindung zu setzen.
Dieser „Offene Brief“ ist unter diesem Eindruck geschrieben worden, und ich möchte dem Rektorat einen Eindruck davon vermitteln, was ich persönlich davon denke und wie ich die Veranstaltung am Montag, dem 14.12.2009 empfunden habe.
Zunächst möchte ich herausstellen, wie beeindruckt ich davon bin, dass das Rektorat vollzählig erschienen und sich den Fragen und Meinungen der Studierenden gestellt hat, von denen zwar sicherlich manche im Offenen Protestkomitee engagiert oder den Aktionen eher positiv gegenüberstehen, dies aber durchaus nicht für alle anwesenden Studierenden zutrifft, wie es die Diskussion auch gezeigt hat.
Mir sind verschiedene Merkwürdigkeiten seitens des Rektorats aufgefallen, von denen ich hier einige kommentieren werde, in der Hoffnung, das diese Kommentierung als konstruktive Kritik aufgenommen wird, wie dies in einer Demokratie als selbstverständlich gelten sollte, und zwar und vor allem auch öffentlich.
Dies scheint aber nicht die Meinung von Teilen des Rektorats zu sein, was ich als sehr befremdlich empfinde, so äußerte sich ein Rektoratsmitglied sinngemäß, wir als Studierende sollten Kritik eher intern äußern und diese nicht für die Öffentlichkeit sichtbar machen, da wir uns damit wohl selbst schädigen würden in Bezug auf unsere späteren Arbeitsmöglichkeiten. Später im Beruf könne man sich ja immer noch engagieren in der Gewerkschaft, Politik und ähnlichem mehr.
Ich gestehe, dass mich diese Äußerung sprachlos machte und ich mich bei der Diskussion nicht zu Wort meldete, um diese Meinung eines Rektoratsmitglieds einer evangelischen Fachhochschule zu kommentieren, auch aus Gründen, auf die ich noch weiter unten eingehen werde.
Dafür tue ich dies jetzt nun, nachdem ich meine Sprachlosigkeit überwunden und sich mein hoch erregter Gemütszustand abgekühlt hat.
Wenn ich diese Meinung des Rektoratsmitgliedes richtig verstanden habe, bedeutet das in letzter Konsequenz, Probleme, Kritik und Schwierigkeiten, die sich nicht nur, aber auch aus der Politik des Rektorats ergeben, nicht der Öffentlichkeit zukommen zu lassen, da dies ja dann für die Studierenden zum Nachteil gereicht bei der Suche nach einem Arbeitsplatz.
Was das Rektoratsmitglied nicht gesagt hat, meiner Meinung nach aber jedem völlig klar ist, das diese Veröffentlichung eventuell auch Nachteile für die Evangelische Fachhochschule bzw. deren momentane Leitung ergeben könnte, ein aus meiner Sicht viel wichtigerer Punkt als die meiner Meinung nach eher als abstrakt einzuschätzende negative Wirkung bezüglich der beruflichen Möglichkeiten.
Ich vertrete vielmehr die These, dass die Öffentlichkeit, die diese evangelische Fachhochschule zum überwiegenden Teil über Mittel des Landes finanziert, nicht nur ein Interesse, sondern sogar ein vitales Recht darauf hat, von den Problemen, der Kritik und den Schwierigkeiten, die sich als Konsequenz der politisch Verantwortlichen ergeben, zu erfahren und diese zu bewerten. Verantwortliche, zu denen ich nicht nur, aber auch das Rektorat der evangelischen Fachhochschule zähle.
Dies scheint offenbar nicht die Ansicht dieses Rektoratsmitglieds zu sein.
Die Tatsache, das kein anderes Mitglied des meines Wissens nach vollzählig anwesenden Rektorats diese Ansicht kommentiert oder vielmehr korrigiert hat, deutet meiner Meinung nach darauf hin das diese Ansicht von den anderen Rektoratsmitgliedern ebenfalls vertreten wird.
Diesen Umstand bedauere ich außerordentlich, ich denke dass gerade die Leitung einer evangelischen Fachhochschule sich der Tatsache bewusst sein sollte, dass intern geäußerte Kritik weniger zu Veränderungen führt als öffentlich gemachte Kritik.
Ich irre mich vielleicht dabei, aber kommt der Begriff „Protestant“ nicht von „protestieren“?
Was die weitere Äußerung des Rektoratsmitglieds angeht, man könne sich sinngemäß später immer noch in Gewerkschaften, Politik und ähnlichem engagieren, braucht denke ich von mir nicht weiter kommentiert zu werden, es spricht für sich selbst.
Auch zu dieser Äußerung gab es keinen Kommentar der anwesenden Rektoratsmitgliedern.
Diese Äußerung war mit der größte „Hammer“, wenn ich dies etwas weniger elegant formulieren darf, wenn auch leider beileibe der einzige.
So wurde ein Student vom Rektorat im Laufe eines kurzen Disputs über einen religiösen Vergleich mit Vornamen angesprochen, und dies auch noch in großväterlicher Art und Weise wie ich fand, dieser Umstand zeugt meiner Meinung nach von geringem Respekt gegenüber dem Studenten oder vielleicht auch den Studierenden allgemein gegenüber, egal wie sehr man auch mit dem Studenten und seinen Ansichten vertraut sein mag.
Mir käme es nie in den Sinn, beispielsweise den Rektor meiner Hochschule, Prof. Dr. Gerhard K. Schäfer, mit Vornamen anzusprechen. Vor allem nicht im Rahmen einer öffentlichen Podiumsdiskussion, für mich sind dies elementare Höflichkeitsregeln, was auch immer man von dem Gegenüber halten mag, Regeln zu denen sich jeder verpflichtet fühlt, der ein konstruktives Gespräch führen möchte.
Ein weiterer Punkt, der mir besonders auffiel, war der Ton und die Art, mit der ein Rektoratsmitglied auf eine mehr pauschale, kritische Äußerung eines Studenten reagierte.
Es wurde sich mit donnernden und vor allem lautem Pathos eine pauschale Kritik verbeten, mit einer aggressiven, drohend vornüber gebeugten Körperhaltung, mit einer aufgeregten, hitzigen Stimme.
Mir ging in diesem Augenblick der Gedanke durch den Kopf, „Wie ein Vater, der seinem kleinen Kind eine Strafpredigt hält“, wie unpassend dieser Vergleich auch sein mag.
Ein anderer Umstand, der mir ebenfalls besonders auffiel, war die Geringschätzung eines Rektoratsmitglied, die nicht durch aggressive oder unpassende Äußerungen offensichtlich wurde, sondern vielmehr durch die sinngemäß immerwährende Betonung und Verweis auf die langjährige Erfahrung, die das Rektoratsmitglied gesammelt habe.
Dies mit der Begründung, die Studierenden sollten nicht annehmen, es gebe keinen Nachbesserungsbedarf, das sei dem Rektorat völlig klar, die Kritik und Anteilnahme der Studierenden werde auch ausdrücklich begrüßt, aber wo war die Anteilnahme und Beteiligung der Studierenden zu Beginn der Einführung von Bachelor und Master, als vielfältige Möglichkeiten geschaffen wurden und sich um eine Mitarbeit der Studierenden intensiv bemüht wurde?
Wie intensiv sich das Rektorat in der damaligen Zeit bemüht hat kann ich nicht abschätzen, da ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht immatrikuliert und auch nicht in Bochum gelebt habe.
Ich stimme dem Rektorat aber zu, eine höhere Beteiligung der Studierenden wäre schon zum damaligen Zeitpunkt notwendig gewesen.
Weswegen sich die Studierenden zum damaligen Zeitpunkt so wenig in den Gestaltungsprozess einbrachten, darüber kann ich nur spekulieren, eine denkbarer Grund ist vielleicht die Tatsache, das wohl nur wenige Studierende, die zum damaligen Zeitpunkt an der Evangelischen Fachhochschule studierten, von den Veränderungen des Hochschulsystems hin zu Bachelor und Master betroffen sind.
Ein weiterer denkbarer Grund ist die möglicherweise schon damals vorherrschende Diskussionskultur, deren Zeuge ich am Montag, dem 14.12.2009 und auch schon zu anderen Zeiten wurde, aber darüber kann ich nur spekulieren, da ich damals noch nicht hier studierte.
Dies sind die Punkte, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind von der öffentlichen Podiumsdiskussion vom 14.12.2009, zu der das Offene Protestkomitee der evangelischen Fachhochschule Bochum das Rektorat selbiger Hochschule eingeladen hatte, und der ich mit großem Interesse entgegensah, als ich das erste mal davon hörte.
Ich muss ehrlich zugeben, dass viele meiner Erwartungen enttäuscht wurden, ich hatte nicht erwartet das sich für alle angesprochenen Punkte, die das Offene Protestkomitee zur Diskussion stellte, direkt an diesem Tage eine Lösung finden werde.
Der Probleme sind zu viele, als dass man sie ohne Schwierigkeiten lösen könnte, auch sind etliche Probleme struktureller Natur, von der das Rektorat zu recht zu während der Diskussion zu bedenken gab, dies läge in der Verantwortung der Landespolitik und der verantwortlichen Gremien der evangelischen Fachhochschule.
Besonders positiv fand ich auch die angesprochene Praxis der Vergabe von Masterplätzen,
bei der offenbar überhaupt nicht auf das meiner Ansicht nach unselige ECTS-Bewertungsschema eingegangen wird, ein Umstand der mich wirklich überrascht hat.
Dennoch, der Gesamteindruck zeigte mir deutlich, wie es sichtlich schwer es Teilen oder vielleicht sogar allen Rektoratsmitgliedern fällt, mit sachlicher, konstruktiver, pauschaler und mehr provozierender Kritik umzugehen, in dieser Hinsicht wurden meine Erwartungen an die Professionalität und Kritikfähigkeit des Rektorats schwer enttäuscht.
Ein Eindruck, der wohl zum Teil die geringe studentische Beteiligung erklären mag, die das Rektorat zu Recht immer wieder beklagt und die ich ebenfalls mit Besorgnis sehe.
Ich bin mir aber sicher, das eine solche Diskussionskultur, wie sie durch das paraverbale, nonverbale und verbale Verhalten der Rektoratsmitglieder offenbar wurde, wohl nur wenige Studierende verlockt, sich auf Gesprächsangebote, Diskussionsrunden, Informationsveranstaltungen oder ähnliche Angebote des Rektorat einzulassen und sich daran zu beteiligen.
Damit bin ich am Ende meines Offenen Briefes angekommen.
Ich hege die Hoffnung, dass sie, sehr verehrte Rektoratsmitglieder, meine hier geäußerten Meinungen nicht als Fundamentalkritik oder persönlichen Angriff auffassen, womit man sich nicht weiter zu beschäftigen hat.
Vielmehr würde ich es begrüßen, wenn sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit den von mir angesprochen Punkten befassen und sie als konstruktive Kritik und Beteiligung eines Studierenden der evangelischen Fachhochschule begreifen, eine Beteiligung die sie, sehr verehrtes Rektorat, immer wieder begrüßen und zu der sie uns Studierende auch immer wieder auffordern, völlig zu Recht wie ich finde. Sicherlich bin ich nicht der erste Student, der ihnen einen Offenen Brief schickt, ebenso wie dies nicht der letzte sein wird.
Im Sinne der von mir vertreten Auffassung vom vitalen Interesse der Öffentlichkeit werde ich diesen Offen Brief an das Offene Protestkomitee der evangelischen Fachhochschule Bochum sowie an das Protestkomitee der Ruhr-Universität Bochum senden, in der Überzeugung, dass die dort engagierten Studentinnen und Studenten verantwortungsvoll hiermit umzugehen wissen.
Mit freundlichen Grüßen
David Werner
Student der Sozialen Arbeit, 2. Fachsemester (BA)